Seit 2007 gibt es am KH St. Elisabeth einen Ethikbeirat. Dieser wurde auf Initiative von Seelsorge, Ärzten und Pflegenden gegründet.
Die Geschäftsführung der Oberschwabenklinik hat die Einrichtung des Ethikbeirates sehr begrüßt und unterstützt diesen.
Der Ethikbeirat wird von Mitarbeitern aus allen Bereichen des Krankenhauses gebildet. Er gliedert sich in drei Aufgabenbereiche: das Ethikkonsil,das Organisations-Team und die Ethikwerkstatt .
Die Mitglieder des Ethikkonsils sind beratend tätig.
Oft stellen sich im Krankenhaus schwierige Fragen, vor allem am Ende des Lebens. Ärzte, aber auch die Angehörigen und die Patienten werden vor extrem schwierige Entscheidungen gestellt.
Zum Beispiel: muss eine Behandlung um jeden Preis fortgeführt werden, oder wird dadurch nur Leiden verlängert? Soll eine künstliche Ernährung begonnen werden?
Selbst wenn es eine Patientenverfügung gibt, ist diese manchmal für die vorliegende Situation nicht eindeutig formuliert.
Das Ethikkonsil soll in solchen Situationen allen Beteiligten eine Entscheidungshilfe sein.
Ein Konsil kann von Patienten, Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften beantragt werden. Die Konsilmitglieder aus unterschiedlichsten Berufsgruppen machen sich ein Bild von der Situation, hören alle Betroffene und beraten sich dann. So fließen Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln in eine Empfehlung ein die schriftlich festgehalten wird.
Das Organisations-Team wird in zweijährigem Abstand vom Ethikbeirat benannt und organisiert diesen intern.
Die Ethikwerkstatt organisiert Fortbildungen zum Thema Ethik und erarbeitet Leitlinien.
In den vergangenen vier Jahren wurden so z.B. Fortbildungen zu den Themen „Grenzen der Transplantationsmedizin“, „Ernährung bis zuletzt?“,oder „Patientenautonomie am Ende des Lebens“ veranstaltet. Außerdem stellten Referenten aus verschiedenen Kulturkreisen den Umgang mit dem Sterben aus Sicht ihrer Religion dar.
Der Ethikbeirat ist immer offen für interessierte Mitarbeiter. Weitere Informationen finden sich im Intranet unter Klinik > Ethikbeirat.
Für unsere Ethikarbeit gilt der Grundsatz: Bei allem steht der Patient im Mittelpunkt.